Gegen Krieg und seine Ursachen hilft kein positives Webschauen
Wenn eine neue Lebens- und Wirtschaftsweise, dann doch jetzt
geschrieben am 09.03.2026 von Hendrik Heidler, Scheibenberg
Gegen Krieg und seine Ursachen hilft kein positives Webschauen
Wenn eine neue Lebens- und Wirtschaftsweise, dann doch jetzt!
Susann hat mir ihren kurzen Text vor der Veröffentlichung in unserem telegram-Kanal gezeigt und ich war sehr berührt davon. Er entspricht hinsichtlich der Weltlage zu 100 Prozent auch meinen Empfindungen und Gefühlen. Auch freuen wir uns gerade in solchen unzweifelhaft ängstigenden Entwicklungen auf Erden über Eure Kommentare. Auch diese zeigen, wie wie viele sich Gedanken und Sorgen machen – zurecht, wie wir finden, weil wir alle Teil der Menschheit sind und damit des gesellschaftlich-systemischen Verfalls, den wir derzeit und sich beschleunigend erleben. Diese inzwischen sprachlich und handgreiflich einen den Atem verschlagende Verrohung der herrschaftlichen „Eliten“ wie auch Gleichgültigkeit und Gefühlskälte breiter Massen zeigt allerlei, das:
- die fanatisierten machthabenden Funktionäre des Systems in Panik hinsichtlich des anstehenden Systemzusammenbruch geraten sind.
- die anstehende Überwindung des gegenwärtigen kapitalistischen Weltsystems mit allen den daraus folgenden chaotischen Ausbrüchen mit allen Mitteln versucht wird, zu verweigern.
- das, wie auch der Ukrainekrieg nun der Irankrieg vom Wesen zum einen Konkurrenzkriege sind, noch viel mehr jedoch Systemerhaltungskriege.
- immer noch gehofft wird, mit den jenigen Mitteln das System zu erhalten bzw. zu verändern, die dessen Verfall hervorgebracht haben.
- ebenso gehofft wird, wenn die Augen vor den eigentlichen Ursachen verschlossen werden, man selbst sowie der man angehörenden Gruppe ungeschoren davon kommt.
- geglaubt wird, allein positives Denken helfe aus dieser systemischen Krise heraus.
Abgesehen von diesen Punkten lässt sich immer wieder, selbst bei Heilern usw., eine höchst unmenschliche Sichtweise erkennen, wie mit der Wirklichkeit des fortschreitenden Systemzerfalls umgegangen wird. Da heißt es, dass es eine große Katastrophe brauche, ehe es besser werden könne … oder nach einer Katastrophe es von allein, durch höhere Mächte oder sonst welche äußeren Hilfskräfte eine bessere Welt kommen werde. Natürlich gehen jene, die so etwas äußern, stets davon aus, dass sie selbst zu den geschützten und überlebenden Auserwählten zählen. Ja, was soll das in Anbetracht von jenen, die jetzt und dann zu den Leidenden gehören? Wie kann denn eine bessere Welt kommen, wenn unendlich viele Tränen voller Schmerz dafür erst nötig sein sollen? Und die weinenden, sterbenden Kinder? Weshalb sollten sie dieses Grauen verdient haben … nicht genug positiv gedacht, oder was?
Und seltsamerweise wird stets die Angst als Feind betrachtet, selbst in sich oft ach so menschlich gebenden esoterischen Szenen gilt sie als eines der großen Übel. Man solle keine Angst haben, sie bekämpfen, nur positiv denken und was ich nicht noch alles. Dabei ist doch die Angst eine Empfindung, die auf Gefahren hinweist, die uns behüten will und auf Umstände deutet, die uns nicht gut tun. Es macht doch viel mehr Sinn, auf sie zu hören und sie zu fragen, WESHALB sie erscheint, weshalb es ihr um einen Angst wird. Also ihr geht es darum, die Bedingungen zu erkennen, die sie auf den Plan rufen, anstatt sie zu unterdrücken. Da hilft es gar nichts zu sagen, sich keine Angst machen zu lasen. Wenn Gefahren da sind, darf auch Angst da sein. Und nicht die Augen zu verschließe, wenn es fürchterlich aussieht.
Aber das würde bedeuten hinzuschauen, wie es ist, auch was schlecht und negativ ist und auch dorthin, wo man selbst Teil der Ursache sein kann … so, wie wir alle untrennbar Teil der Gesellschaft sind, eben auch des unseligen kapitalistischen Systems. Ja, wie anders auch, Gesellschaft besteht nun einmal aus einzelnen Menschen. Weil aber genau das weitestgehend nicht gesehen werden will, und damit die systemischen und in jeden von uns eingeprägten Ursachen für die jetzige Krise unerkannt bleiben (sollen), kann es bisher kein Entkommen daraus geben … weshalb die längst untauglichsten Methoden immer und immer wieder wiederholt werden, was die Krise zunehmend befeuert. Das ist, als ob man unter einen zugeschweißten Topf das Feuer immer mehr anfacht, um zu vermeiden, das er explodiert.
Diese Verweigerung grundsätzlicher und damit heilsamer Veränderungen muss also die systemischen Krisenerscheinungen bis ins unerträgliche steigern … was wir inzwischen immer deutlicher erleben können. Es werden uns also weder Wegschauen, Schönreden, höhere Erdschwingungen noch schlimmste Katastrophen heraus helfen, wenn wir nicht hinschauen wie es ist und eine Vorstellung davon entwickeln, wie es menschlich sein sollte.
Was natürlich weder mit noch mehr Gewalt, Schulden, Lohnarbeiten, Zensur, Propaganda, Beten usw. gelingen kann, weil WIR Menschen das schon selber hinbekommen müssen. Erst dann können uns auch Krafttiere, Hilfsgeister, Engel, Götter und Außerirdische unterstützen. Aber, ich wiederhole gern, wir müssen die gesellschaftliche Wirklichkeit, die wir selbst alltäglich automatisch belebend erhalten, als das erkennen, was sie ist und von Anfang an war: ein grausames System der Verwandlung von Leben in Tod, von Menschen in Wert, von Lebenskraft in Geld, einem System, in dem wir Menschen nur Rohstoffquelle für die Schaffung von totem Wert sind, wo alle gegen alle kämpfen müssen, um Leben zu können.
Dabei mitzumachen ist keine freie individuelle Entscheidung, sondern existenzieller gesellschaftlicher Zwang fürs Überleben. Weil niemand daraus einzeln ausgestiegen kann, müssen wir diesen Zwang gemeinsam abschaffen, um wirklich freie Menschen zu werden. Andernfalls fressen uns die systemischen Gewaltausbrüche auf oder wir verlieren anderweitig alle unsere Existenz, eben weil dieses System nicht nur keine Entwicklungsfähigkeit mehr besitzt, sondern weil es alles Leben auffrisst, um sich selbst zu erhalten. Es duldet neben sich nichts anderes, und vernichtet in seinem Untergang lieber alles andere als eine neue, menschliche Gesellschaft zuzulassen – sozusagen als Beweis im Tod, das es nur dieses System geben konnte. Genau so reden die führenden Funktionseliten dieses Systems. (Ein narzisstisch-egozentrisches System bringt natürlich genau solche Machthaber hervor – keine Krankheitseinsicht, kein Mitgefühl, Amoklauf bis in den Tod.) Genau das erleben wir branntaktuell und ungeschminkt im Krieg gegen den Iran – fürs Übereben dieses Systems ist man bereit unser aller Leben zu opfern.
Und wir sollten nicht so naiv sein zu glauben, dass es nur die Menschen da unten treffen kann … die Einschläge kommen näher und „unsere“ Herren und Herrinnen würden nicht mit der Wimper zucken, wenn sie uns für den Systemerhalt nieder bomben glauben zu müssen. Ihre Corona-Maßnahmen haben’s spätestens bewiesen, dass sie mit Verantwortung heuchelnden Gesichtern zu jedem Verbrechen bereit sind.
PS: Und hört Euch der Mächtigen verräterische Sprache an: „UNBARMHERZIG IST NOCH GESCHMEICHELT“!
Hendrik Heidler, am Scheibenberg, 09.03.2026