Süßdolde am Pöhlberg – Foto: Hendrik Heidler©

Gesundheit aus Feuer und Wasser – Heilkräuterexkursion am Pöhlberg

Wie Teezeremonien mit Heil- und Schöpferkräften verbinden

geschrieben am 26.05.2021 von Hendrik Heidler, Scheibenberg

Heilkräuterexkursion am Pöhlberg – Gesundheit aus Feuer und Wasser

Wie Teezeremonien mit Heil- und Schöpferkräften verbinden

Von Hendrik Heidler

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Die drei basaltenen Tafelberge meiner erzgebirgischen Heimat, Pöhlberg, Bärenstein und Scheibenberg, erwuchsen aus Feuer und Wasser. Glühend-flüssiges Gestein floss in urzeitliche Flusstäler – zischend und dampfend erwuchsen aus beiden Elementarkräften neue Schöpfungen. Und um die Erschaffung neuer Gesundheit geht es auch bei Teezeremonien, indem Heilkräuter nicht nur mit Feuer und Wasser geöffnet und bestärkt werden, sondern man sich sogar mit allen solch ähnlichen Schöpfungsprozessen verbindet: von der Erschaffung der Welt bis zu allen Teezeremonien von einst und heutzutage.

Einen solchen Tafelberg, den Pöhlberg, lernen wir am kommenden Sonntag, 30. Mai 2021,  zusammen mit seinen heilsamen Pflanzen kennen. Sie sind dazu herzlich eingeladen:

 

Innehalten für Gesundheit aus Feuer und Wasser

In Teezeremonien, dem Aufgießen von heilsamen Kräutern steckt viel mehr als nur die Herstellung von angenehmen Getränken. Feuer und Wasser sind die zwei elementaren Kräfte, die nach Ansicht unserer ureuropäischen Ahnen zur Entstehung unserer Welt beitrugen. Mit Teezeremonien wiederholten sie diesen Schöpfungsvorgang und tranken nicht einfach nur einen heißen Kräuteraufguss. Es ging ihnen auch um die erneuernde, heilsame Kraft der Neugeburt durch das Vereinen von Feuer und Wasser.

Sie kannten die kraftvolle Verbindung großer Schöpfungskräfte mit ähnlichen, ihnen nachgestellten Formen im Kleinen. So freue ich mich natürlich, an einem solchen aus Feuer und Wasser erwachsenen Berg zu wohnen und in ureuropäischer Tradition mit ebensolchen Kräften und Pflanzenwesen heilsamen wirken zu können.

Aus dieser Kosmologie heraus verbinden auch wir uns mit Teezeremonien als Schöpfungsrituale über Zeit und Raum hinweg nicht nur mit all unseren Ahnen, sondern mit derzeit Tee trinkenden Menschen, ja, mehr noch sogar mit natürlichen Schöpfungsprozessen. Ein Beispiel dafür sind  vulkanisch wachsende Inseln, welche feurig aus dem Wasser aufsteigen. Was für Kraft, die sich hier entfalten lässt!

Aber so gewaltig diese Kräfte erscheinen, brauchen sie auch Zeit, um ihre Schöpfungen zu manifestieren. Im saloppen Spruch „Tee trinken und abwarten“ steckt viel mehr Weisheit als oberflächlich zu vermuten wäre. Gesundbleiben erfordert ebenso Raum zum Innehalten, wie Heilung das Zulassen natürlicher Entfaltungs- und Reifeprozesse. Tees (heiße Kräuteraufgüsse) müssen für sich selbst ziehen und Erkrankungen selbstheilend verschwinden dürfen. Heilung kann weder mit Leistung erzwungen noch durch Arbeit erarbeitet werden. Darum sind Begriffe, wie Heilarbeit oder auch Trauerarbeit recht irreführend. Gesundheit kann nicht wie am Fließband zusammengebastelt werden, genauso wenig wie das Trauern etwas mit Leistung zu tun haben kann. Entweder etwas heilt bzw. man trauert. Punkt. Vielmehr geht es dabei ums Zulassen, ums Unterstützen von Selbstheilungskräften, die ihren eigenen Raum und Rhythmus haben. Alles andere darf als Reparatur wenn nicht gar Unterdrückung bezeichnet werden.
Teezeremonien sind solche arbeitsfreien Schöpfungen, wie auch das Wachsen von Gebirgen oder das beschriebene Auftauchen vulkanischer Inseln. Dabei können meistens nur diese Endergebnisse eines längst vorher begonnenen Prozesses wahrgenommen werden. Genau so wie Gesundheit durch Wirken unserer Selbstheilungskräfte bereits dann beginnt und sich vollzieht, wenn äußerlich noch alles symptomatisch nach Krankheit aussieht. In dieser Phase blindwütig einzugreifen, oder gar unterdrückend die Symptome bloß unsichtbar zu machen, führt nur allzuoft zur Chronifizierung eigentlich kurzfristig akuter Erkrankungen. Oft genug wird nichts vom Wesen der Erkrankung gewusst und doch rücksichtslos mit Tunnelblick eingegriffen. Diese Beschleunigung hat schon verschiedenen Sinn: schnell wieder funktionieren, Angst übertönen, seinen Mann bzw. seine Frau stehen.

Wie sehr aber solche, allzubekannte Pfuschereien in die Weisheit selbstheilender Kräfte nach hinten los geht, zeigt sich jedoch häufig erst später, mitunter Jahre und Jahrzehnte, da der Zusammenhang meistens nicht mehr hergestellt wird. Anstatt den Selbstheilungskräften unterstützend Raum und Zeit zum Wirken zu geben, wird dies den zerstörerischen Kräften von Chemie, Radioaktivität und nun auch gentechnologischen Eingriffen (mRNA-Impfungen) gewährt. So kann die Krankheit reifen, wird jedoch erst bei den ersten Symptomen diagnostiziert, obwohl es sich dann häufig um ein Endstadium handelt. Die oberflächliche Blindheit vor den Kräften des Lebens nimmt seinen Lauf.

Und dabei könnten Teezeremonien mit Feuer und Wasser, bereichert durch heilsame Kräuter, so manches Leiden behutsam zu Ende bringen, ohne das chronische Leiden folgen. Aber machen wir uns nichts vor, solche Zusammenhänge gelten bestenfalls als esoterische Schwärmereien, die von der „allwissenden“ Schulmedizin unbedingt abzulehnen, ja, zu bekämpfen seien. Denn nur sie habe das Wissen, um Krankheit und Gesundsein.

Ich frage mich nur, wo das seit vielen Jahrzehnten, wenn nicht länger versprochene Paradies geblieben ist, da alle Krankheiten mit Chemie, Skalpell und nunmehr Gentherapie besiegt sein sollte? Es wurde bisher auf diese Weise nichts und wird es auch nicht werden.

Und auch wenn ebenfalls naturheilkundliche Therapien nicht jedes Leiden lindern oder heilen können, lohnt es sich doch diese jahrhunderttausende Jahre gebrauchten Wege nachzugehen, um aus der zur Zeit herrschenden Blockade angeblich alternativloser Reparatur- und Vorbeugemaßnahmen herauszukommen.

Meine Heilpflanzenexkursion am kommenden Sonntag, 30. Mai.2021, zum, aus Feuer und Wasser erschaffenen Pöhlberg ist ein Ansatz, vor Ort die natürlichen Kräfte der heilsamen Pflanzen und sonstiger Natur mit eigenen Sinnen wieder zu entdecken.

Hendrik Heidler©, Scheibenberg, 26. Mai 2021

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