In allen Zeiten und Kulturen scheint es eine wesentliche Aufgabe von Schamanen gewesen zu sein, auf Wohlbefinden und Lebendigkeit ihrer jeweiligen Gesellschaften zu achten. Dafür mussten sie nicht selten Ausgrenzung, Verfolgung, ja Folter und Tod erleiden. Stellvertretend seien hier nur die europäischen „Hexen“ erwähnt, Hebammen, Lachsnerinnen, Kräuterkundige usw., die ungezählt auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Heutzutage, zumindest (noch) hier im „weißen Westen“, geschieht das feinfühliger, durch Entzug von Ansehen und Lebensfinanzierbarkeit. Woran natürlich niemand schuld sei, in einer Zeit sich selbstverwertender Saubermenschen.
Als schamanisch Praktizierender komme ich nicht umhin, die Ursachen von Krankheit und Leid ungeschminkt anzuschauen. Sonst fände ich keinen Weg, Heilung anzuregen. Weil Heilsein aber immer nur ganzheitlich, also individuell und gesellschaftlich in ihrem eigenen Sinne gestaltet werden kann.
Hier nun mein, auf Erfahrungswissen beruhendes Verständnis von Heilung und Gesundheit sowie kritische Betrachtungen schulmedizinischer Ideologie, Methodik und Behandlungsweisen als Teil der weltweit durchgesetzten LEBENSWEISE der Lebensverwertung.